Medizinische Hypnose

Hypnose wird heute zu Recht als eine der ältesten bekannten Heilmethoden angesehen. Ihre Geschichte kann bis lange vor Christi Geburt zurückverfolgt werden. Während im Mittelalter in Europa alle Methoden der Hypnose ausgerottet wurden, konnte sie sich im asiatischen Raum etablieren. Heute finden diese Entspannungstechniken (Yoga etc.) bei uns grossen Anklang.
Man kann also die Hypnose mit ruhigem Gewissen als Wiege der modernen Psychotherapie bezeichnen.
Definition: Hypnose ist eine durch verschiedene Techniken hervorgerufene Veränderung des Bewusstseinszustandes. In den Mittelpunkt des Denkens rückt die Schau ins Innere, das Gehirn arbeitet auf einer anderen Ebene.
Das Unbewusste wird angesprochen und somit der Suchvorgang für neue Lösungsmöglichkeiten  eingeleitet. Ganz nach dem Motto: Das Unbewusste ist klüger als das Bewusste.
Hypnose kennen viele Menschen von Shows. Allerdings haben diese Showhypnosen mit der medizinischen Hypnose nicht viel gemeinsam. Die Medizinische Hypnose dient der Therapie und ist ganz und gar nicht geheimnisvoll. Aber es ist eine gute Ergänzung zu Heilmethoden, die in der Schulmedizin allgemein angewendet werden. Medizinische Hypnose ist so eine ideale Ergänzung und sehr effektiv. Von der gezielten Veränderung ungeliebter Gewohnheiten (z.B.: Rauchen) bis zur Schmerztherapie kann diese Methode hilfreich sein. Sie fördert bei Erwachsenen und Kindern Eigenverantwortung für den eigenen Körper und die Gesundheit.
Die Basis der Medizinischen Hypnose ist die vertrauensvolle Partnerschaft zwischen Patient und Arzt. Für Sie bedeutet das: in der Hypnose kann nur das passieren, was sie selbst zulassen und wünschen. Hypnose hat nichts mit Willenlosigkeit, Bewusstlosigkeit oder Fremdbestimmtheit zu tun. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wohl sich die Patienten nach einer Hypnosesitzung fühlen. Die Erfahrung zeigt, dass Hypnose von vielen Patienten als sehr natürliche und angenehme Methode der Heilung und Unterstützung erlebt wird.

Körperliche Wirkungen während und nach der Hypnose:

  • Senkung der Stresshormone im Blut
  • Vertiefte, ruhige Atmung und Abnahme des Hautwiderstandes
  • Verlangsamung der Reaktionsbereitschaft
  • Anregung der Verdauung
  • Zunahme der Lymphozyten zwei Stunden nach der Hypnose
  • Erhöhung der Abwehr gegen Infektionen
  • Allgemein eine Verbesserung der Durchblutung
  • Wegdriften der Gedanken und damit totale Entspannung

Indikationen:

  • Erholung, Regeneration, Stressabbau, Erlernen von gezielter Selbsthypnose, Entspannung
  • Mentales Training (Sport, Lernen, Vorbereitung auf schwierige Situationen…)
  • Schmerztherapie (chronische und akute Schmerzen)
  • Dysfunktionale Störungen (Kopfschmerz, Menstruationsschmerz, Reisekrankheit, Reizdarm)
  • Abbau von Ängsten und Phobien, Panikattacken
  • Operationsvorbereitung
  • Geburtsvorbereitung
  • Gewohnheitskontrolle bei Übergewicht zur Gewichtsreduktion
  • Raucherentwöhnung
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Psychische und schmerztherapeutische Begleitbehandlung bei Krebs